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Technischer Tiefgang

Viele Leute haben uns gefragt, was das Besondere an unserem Unleashed ist. Man sagt, dass der Teufel im Detail steckt, also wollten wir einige der technischen Details vorstellen, die das Unleashed wirklich auszeichnen. Jetzt wird’s richtig nerdig, also schnallt euch an 🤓

Wo fangen wir an?

Wir haben mit bis zu 8 Entwicklern gleichzeitig am Unleashed gearbeitet, und das über einen Zeitraum von etwa 5 Jahren! Allein die Firmware besteht aus rund einer Viertelmillion Zeilen Code! Für alle, die nicht wissen, was das bedeutet: Das ist SEHR VIEL!

Das Unleashed hat zwei Hauptkomponenten – einem Bluetooth-Modul, das auf einem Nordic-Chipsatz basiert, und einem Mikroprozessor von STM. Der STM ist für die Kommunikation mit der Kamera zuständig. Er implementiert eine USB-Host-Instanz, zwei serielle Protokolle und GPIOs. Der Nordic Chipsatz ist für die Kommunikation mit der App und dem Bluetooth-Zubehör zuständig, das direkt mit dem Unleashed gekoppelt ist.

Hier ist das Besondere, was diese ~250000 Zeilen Code noch unglaublicher macht: Der STM hat nur 128 Kilobyte RAM und 256 Kilobyte Speicher, der Nordic nur 64KB RAM, aber etwas mehr Speicher.

Das bedeutet, dass wir keine der verfügbaren Bildverarbeitungsbibliotheken oder SDKs zur Steuerung der Kameras verwenden können sondern alles von Grund auf selbst programmieren mussten. Wir programmieren Bare-Metal – d. h. wir verwenden nicht einmal ein Betriebssystem! Wir mussten extrem vorsichtig mit unseren sehr, sehr begrenzten Ressourcen umgehen, was zu einem sauberen und effizienten Code geführt hat – zwangsläufig. Und das führt zu einer großartigen Benutzererfahrung für Euch! Das Traurige daran ist, dass die meisten Dinge, auf die wir so viel Mühe gesteckt haben, niemandem auffallen werden. Weil es halt einfach so funktioniert, wie man es erwartet! Leider bemerken wir normalerweise immer nur die Dinge, die nicht so funktionieren, wie sie sollten.

Da ich sehr stolz auf unsere Errungenschaften bin, möchte ich dieses Update nutzen, um einige der Dinge hervorzuheben, die Ihr wahrscheinlich sonst nie bemerken würdet.

USB-Protokoll-Wahnsinn

Mit Ausnahme von Nikon, die eine ausgezeichnete Dokumentation über das von ihnen verwendete USB-Protokoll bereitstellen, mussten wir dieses Protokoll für alle anderen Kameramarken reverse-engineeren. Dieses Protokoll nennt sich PTP/MTP, für das es tatsächlich einen gut definierten Standard gibt. Was wir wirklich seltsam fanden, ist, dass aus uns unerfindlichen Gründen jeder Hersteller seine eigene seltsame Erweiterung dieses Protokolls hat, anstatt es so zu verwenden, wie es bereits in der Norm definiert ist. Auch hier bildet Nikon eine Ausnahme, und vielleicht ist das ein Grund dafür, dass sie gerne alle Details ihrer API veröffentlichen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft wir Entwickler, wenn wir endlich herausgefunden haben, wie etwas bei einem bestimmten Hersteller funktioniert, kollektiv den Kopf geschüttelt und gefragt haben: „Warum???“. Das ist der Grund, warum es nicht so einfach ist, neue Hersteller in unsere Kompatibilitätsliste aufzunehmen. Das Standard des Protokolls deckt eigentlich die meisten Kamerafunktionen ab und bietet einfache Möglichkeiten zur Erweiterung, aber statt dies zu nutzen macht jeder einzelne Hersteller (außer Nikon) sein eigenes Ding ob drauf.

Aber das sind nur die Basics. Nachdem wir alles herausgefunden haben, was wir konnten, gab es immer noch so viele Fälle, in denen wir uns fragten, warum sie nicht einfach auch diese andere Kleinigkeit machen konnten, um allen das Leben leichter zu machen. Stattdessen mussten wir komplizierte Umgehungslösungen für Dinge einführen, die von vornherein hätten funktionieren sollen.

Nikon-Video

Nach all dem Lob hier eine Nikon-Kuriosität. Aus irgendeinem Grund hat Nikon beim Starten von Liveview (z. B. für Videoaufnahmen) über USB nicht zugelassen, dass das Liveview-Bild auf dem LCD der Kamera angezeigt wird. Ich nehme an, dass Nikon davon ausgeht, dass die meisten Anwendungsfälle für die Fernsteuerung über USB darin bestehen, einen größeren Bildschirm wie einen Laptop hinzuzufügen, und daher erwartet, dass das Liveview-Bild über USB übertragen wird. Das ist ja in Ordnung, aber warum muss man es dann auf dem Kamerabildschirm deaktivieren? Wie auch immer, wir haben eine wirklich coole Lösung dafür gefunden: Wenn der Benutzer eine Videoaufzeichnung aus der App heraus startet, ändern wir schnell eine Einstellung tief im Kameramenü, die es uns ermöglicht, Liveview zu starten, indem wir den Auslöser halb drücken, und eine Videoaufzeichnung zu starten, indem wir den Auslöser ganz drücken. Dann schalten wir das USB-Protokoll aus und ein sekundäres Protokoll ein (dazu später mehr), drücken den Auslöser erst halb und dann ganz durch und können innerhalb kürzester Zeit eine Videoaufzeichnung starten, wobei das Live-View-Bild nun doch auf dem Kamerabildschirm angezeigt wird (und auch über HDMI für diejenigen, die einen externen Recorder haben). Wenn wir das Video anhalten, können wir die Einstellung schnell wieder auf den vorherigen Zustand zurücksetzen. Ziemlich cool, oder?

Nikons 10-Pin-Protokoll und GPS

Das sekundäre Protokoll, das ich erwähnt habe, ist eines, das niemand kennt und das wir selbst erarbeitet haben – und es erlaubt fast alle Funktionen über den 10-poligen Anschluss, an den das Unleashed N1 und N2 angeschlossen sind. Das bedeutet, dass das Unleashed N1 und N2 auch ohne USB Kabel sehr gut funktioniert und fast alle Funktionen des Unleasehd bietet, mit Ausnahme von allem, was mit Bilddaten zu tun hat. Das bedeutet, dass die Bildbetrachtung, die Galerie und die LRT Autoramping Algorithmen nicht funktionieren, aber alles andere schon.

Auf diese Weise können wir euch auch weiterhin die Kontrolle über alle Einstellungen geben, während wir den USB-Anschluss abschalten, um euch die Aufnahme von Videos zu ermöglichen.

Ein Nachteil dieses Protokolls ist, dass es dieselben Pins verwendet, die wir für das GPS-Protokoll der Nikon-Kameras benötigen. Wenn es also mit aktiviertem Geotagging verwendet wird, müssen wir das Protokoll schnell ausschalten, das GPS einschalten und dann ein Foto machen. Dies führt zu einer leichten Verzögerung bei der Auslösung, aber dafür gibt es ja die Einstellung „GPS-Priorität“ – wenn du keine Verzögerungen wünschst, kannst du die Auslöspriorität wählen, auf die Gefahr hin, dass einige Fotos ohne GPS-Daten entstehen.

Ein weiterer Vorteil des 10-poligen Anschlusses von Nikon ist, dass wir über diese Pins viele Informationen über den Zustand der Kamera erhalten. Zum Beispiel, ob die Kamera eingeschaltet ist, ob das Belichtungsmesser gerade läuft, und vieles mehr. Diese Infos nutzen wir um viele Stromsparmechanismen zu implementieren!

Tap-to-trigger

Eine sehr nützliche Information ist auch, wann genau sich der Verschluss öffnet und schließt. Damit lassen sich mehrere coole Funktionen realisieren. Die einfachste ist „Tippen zum Auslösen“. Zunächst haben wir das Drücken des Auslösers in der App zu 100 % mit dem Drücken des Auslösers an der Kamera übersetzt. Als Fotografen sind wir es gewohnt, den Auslöser so lange zu drücken, bis wir das Klicken des Verschlusses hören, um dann loszulassen. Aber bei den ersten Benutzertests, die wir durchgeführt haben, haben wir festgestellt, dass 100 % aller Tester, egal ob sie eingefleischte Fotografen waren oder nicht, den Auslöser in der App nur kurz antippten und sich wunderten, warum die Kamera kein Foto machte! Denn das ist man ja von Apps gewohnt! Und so haben wir in unserer Firmware eine Lösung dafür implementiert: Wenn wir ein “antippen” erhalten, hält das Unleashed den Auslöser der Kamera genau so lange gedrückt, bis es das Öffnen des Verschlusses erkennt – also bis die Kamera die Aufnahme startet! Dann lassen wir den Auslöser so schnell los, dass die Kamera, selbst wenn sie auf die schnellste Serienaufnahme eingestellt ist, nur eine einzige Aufnahme macht! Wenn du den Auslöser in der App gedrückt hältst, drückt das Unleashed den Auslöser der Kamera so lange, bis du ihn loslässt, um Serienaufnahmen oder HDR-Bracketing zu machen.

Minimale Dunkelzeit

Dies ermöglicht es uns auch, die absolut kürzeste Dunkelzeit bei Zeitrafferaufnahmen zu versprechen! Bei den meisten Intervall-timern wird der Auslöser standardmäßig eine oder zwei Sekunden lang ganz gedrückt, bei einigen sogar das von Ihnen eingestellte Intervall minus 1 Sekunde. Dies führt zu einer Dunkelzeit von mindestens dieser Zeit, egal wie schnell die Verschlusszeit ist. Mit dem Unleashed ist sie garantiert kürzer als die Dunkelzeit der Kamera selbst (während sie das Foto macht). Hinzu kommt, dass die meisten Intervall-timer den Auslöser eine halbe Sekunde lang drücken, bevor sie ihn ganz durchdrücken, für den Fall, dass die Kamera fokussieren muss. Dies verlängert die Dunkelzeit um eine weitere Sekunde und führt in den meisten Fällen dazu, dass man bei längeren Belichtungszeiten die Bilder gar nicht mehr auf dem Kamerabildschirm betrachten kann. Da das Unleashed die Information hat, ob die Kamera auf Autofokus eingestellt ist oder nicht, können wir die Zeit des halben Drückens komplett überspringen. Und da man den Autofokus bei Zeitrafferaufnahmen nicht verwenden sollte, warnt die Unleashed App bei der Einrichtung des Zeitraffers sogar davor. Es gibt eine Handvoll Fälle, in denen wir doch vorab halb-drücken, z.B. wenn Geotagging aktiviert ist, und wir alles dafür tun, um sicherzustellen, dass die GPS-Daten in jedem einzelnen Foto enthalten sind.

Wir haben ähnliche Mechanismen bei mehreren anderen Kameramarken, und da wir bei diesen über USB auslösen, können wir der Kamera oft auch einfach sagen, dass sie ein einzelnes Bild aufnehmen soll, anstatt ihr zu sagen, dass sie den Auslöser halb oder ganz drücken soll. Mit anderen Worten, kein Intervallometer auf dem Markt kann eine kürzere Dunkelzeit haben als das Unleashed!

LED im Dunkeln

Wo wir gerade beim Thema Auslösen sind: Wir haben eine schöne RGB-LED im Unleashed, die Ihnen auf einen Blick zeigt, was im Unleashed passiert. Da eine der vielen Stärken des Unleashed in der Nachtfotografie liegt, kann selbst eine sehr schwache LED eine Aufnahme komplett verändern und einen ganzen Raum erhellen! Aus diesem Grund schaltet das Unleashed die LED automatisch für die gesamte Dauer der Aufnahme ab. Selbst wenn man an der Kamera selbst auslöst (bei den meisten Kameras), schalten wir die LED aus. Das sind die Art von Details, die du in Produkten, die nicht von oder zumindest mit Fotografen entwickelt wurden, nie sehen wirst. Und apropos LED: Im Leerlauf pulsiert die LED des Unleashed langsam in Farben, die den Verbindungsstatus anzeigen. Wir haben verschiedene Pulsiermuster getestet, und die meisten sahen einfach falsch aus. Das bei weitem natürlichste Muster war eine Sinus-Kurve. Weisst du noch, dass wir sagten, wir hätten nur begrenzte Hardware-Ressourcen? Genau. Trigonometrische Funktionen basieren immer auf Fließkommazahlen und benötigen eine Menge Ressourcen. Sowohl im Speicher, um die komplexen Funktionen zu speichern, als auch in der Ausführungszeit, da die Arbeit mit Fließkommazahlen allein schon „teuer“ ist und die Trigonometrie noch viel mehr. Stattdessen durchforsteten wir akademische Paper zu diesem Thema und fanden eine sehr, sehr gute Annäherung – die Sinus-approximierung von Bhaskara I.

Das haben wir dann mit Integer-Logik implementiert, was es extrem effizient und genauso schön wie eine echte Sinuskurve macht. Ziemlich cool, oder?

Es gibt so viele solcher Details in unserer Firmware und unseren Anwendungen, dass es Tage dauern würde, sie alle aufzuschreiben!

Bilddekodierung on the fly

Es gibt einen sehr besonderen Teil unserer Firmware, den ich nicht unerwähnt lassen kann. Unser Bilddecoder. Ich weiß nicht, ob jemand von Ihnen eine Vorstellung davon hat, welche Ressourcen für die Arbeit mit Bildern erforderlich sind. Es ist eine ganze Menge. Normalerweise wird das gesamte Bild in den Arbeitsspeicher geladen, dann wird es vollständig in den Arbeitsspeicher dekodiert, dann werden Berechnungen durchgeführt, und alles wird wieder verworfen. Bei JPEG-Bildern, die leicht 20 Megabyte groß werden und deren dekodierte Version oft über 100 MB groß ist, könnte man meinen, dass dies eine unmögliche Aufgabe für unser kleines Unleashed mit seinen 128 KB RAM ist. Und ja, mit herkömmlichen Methoden wäre es das auch. Deshalb haben wir von Grund auf einen Bilddecoder geschrieben, der JPEG-Bilder dekodieren kann, nur 500 Byte RAM benötigt und Bilddaten in Paketen von jeweils nur 1 Byte verarbeiten kann. Und das alles bei einer Leistung, die auch bei relativ langsamen Verarbeitungsgeschwindigkeiten ausreicht! Das bedeutet, dass wir die Bilddaten nicht speichern müssen, sondern ein Datenpaket verarbeiten, unsere Berechnungen durchführen und es dann wegwerfen können. Wir berechnen und speichern die Histogrammdaten und verwenden sie dann, um die bildbasierten Algorithmen für die automatische Belichtungskorrektur bei Zeitraffern durchzuführen. Und das geschieht einmal pro Intervall. Während wir dabei waren, haben wir auch einen Parser für EXIF-Daten geschrieben, so dass wir einige wertvolle Informationen über jedes Bild in den ersten paar Bytes eines Bildes erhalten, zu den wirklich interessanten Teilen springen und nur diese Teile dann dekodieren müssen, anstatt alles zu dekodieren und nur das zu behalten, was uns interessiert. Auf diese Weise können wir auch die hochauflösenden Vorschaubilder übertragen, ohne die Originale übertragen zu müssen!

Vorschaubilder mit Metadaten

Bei den meisten Kameras werden bei der Übertragung einer hochauflösenden Vorschau die EXIF-Daten des Originals mit den Bilddaten der Vorschaubilder zusammengeführt, wobei natürlich Dinge wie die X- und Y-Auflösung im laufenden Betrieb ersetzt werden. Das macht diese Vorschaubilder noch wertvoller, da sie immer noch alle Metadaten, wie z. B. Geotags, enthalten. Wenn du also die Vorschaubilder in dein iPhones speicherst, kannst dudie Fotos Ihrer Kamera in dem wirklich coolen Album „Orte“ sehen, in dem man alle Fotos auf einer Kartenoberfläche suchen und finden kann.

Wir haben viel an unserem Bilddecoder gearbeitet und sogar eine sehr effiziente Transkodierung von jpeg-Bildern implementiert, um deren Größe im während der übertragung drastisch zu reduzieren. Wir hatten gehofft, die Größe der Liveview-Frames reduzieren zu können, um eine vernünftige Liveview über die geringe Bandbreite von Bluetooth Low Energy anbieten zu können. Aber leider stießen wir nach der Implementierung all dessen auf andere Engpässe, die es uns unmöglich machten, diese Funktion zu veröffentlichen.

Unser Baby

Du hast wahrscheinlich auf unserer Kampagnenseite gelesen, dass das Unleashed nicht nur ein weiteres Produkt ist, sondern unser Baby! Vielleicht verstehst du jetzt ein bisschen besser, was wir damit gemeint haben. Wir lieben das Unleashed und wir geben alles, um es zu dem coolsten Kamerazubehör zu machen, von dem wir persönlich immer geträumt haben!

Gruß aus Berlin.

ZURÜCK ZU INDIEGOGO

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Riesiges App Update 2.0.0

Tolle Neuigkeiten für unsere Unleashed User: In Vorbereitung auf eine neue Version vom Unleashed, das Unleashed ’22, das wir nächste Woche vorstellen werden, haben wir unsere komplette Firmware und große Teile unserer Apps überarbeitet. All diese Verbesserungen stellen wir unseren Unleashed ’18 Nutzern als kostenloses Update zur Verfügung!

Die meiste Zeit, die wir in die Entwicklung des neuen Unleashed ’22 gesteckt haben, haben wir in die Überarbeitung unserer Firmware und eines Großteils unserer Apps investiert. Jetzt stellen wir unseren Unleashed ’18 Kunden all diese Verbesserungen als kostenloses Update zur Verfügung! Wir haben das Update mit etwa 200 Nutzern getestet (vielen Dank für euren Support!), viele Fehler behoben und sogar das eine oder andere kleine Feature hinzugefügt. Wir haben viel an seltenen Grenzfällen gearbeitet, die wir über Kundenfeedback erhalten haben oder die wir während der Überarbeitung selbst entdeckt haben. Wenn du also jemals ein Problem hattest oder mit deinem Unleashed unzufrieden warst, solltest du es jetzt unbedingt noch einmal ausprobieren. Und die meisten von euch, die bereits zufrieden sind, werden mit diesem Update noch glücklicher werden 😉

Die auffälligsten Verbesserungen betreffen die Geschwindigkeit und Stabilität, die Bluetooth-Verbindung bei Android, sowie die Zuverlässigkeit des Autorampings. Eine vollständige Liste der Änderungen findest du in unseren Changelogs. Nach monatelangen Betatests und internen Prüfungen sind wir zuversichtlich, dass wir praktisch alle Fehler und Probleme beseitigt haben. Aber bei Tausenden von Nutzern, die das Unleashed auf kreative Art und Weise verwenden, besteht natürlich die Möglichkeit, dass du etwas findest, das wir übersehen haben. Wenn dies der Fall ist, freuen wir uns über eine kurze Info an support@foolography.com oder in unserem Community Forum, und wir werden uns sofort um die Behebung des Problems kümmern.

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Zeitraffer mit dem Unleashed

Niagara Fälle bei Sonnenuntergang

Eines der besten Features des Unleashed ist das Zeitraffer-Feature. Vorab möchten wir das Wort Zeitraffer in ein paar Sätzen zu definieren:

“Ein Zeitraffer ist eine Sequenz von Fotos, die über einen gewissen Zeitraum aufgenommen wurden. Die Fotos werden meist in einer bestimmten Frequenz mit einer festgelegten Intervallzeit zwischen den einzelnen Fotos aufgenommen. Im Endergebnis wird die Fotosequenz mit einer normalen Bildfrequenz gezeigt (24-30 fps: Bilder pro Sekunde), so dass die Zeit schneller als üblich zu vergehen scheint – daher das Wort Zeitraffer.”


Man kann natürlich auch etwas filmen und dann die Szene im Nachhinein beschleunigen, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen. Wenn man einen Zeitraffer mit Intervallaufnahmen macht, hat man jedoch die Freiheit, die endgültige Bildfrequenz zu bestimmen. Zusätzlich ist jedes Bild ein hochaufgelöstes Foto, so dass man sogar 8-k-Zeitraffer-Videos machen kann. Und wahrscheinlich einer der größten Vorteile – man muss kein mehrstündiges Video aufnehmen.

Um eine Zeitrafferaufnahme zu machen, kann man entweder alle paar Sekunden von Hand ein Foto machen (was wir nicht empfehlen ;) ) oder ein Intervallometer verwenden. Ein Intervallometer ist im Grunde ein programmierbarer Kameraauslöser, der die Fotos für dich schießt. Es gibt hiervon verschiedene Varianten, die von unter 100 EUR bis zu einigen Hundert Euro reichen. Letztendlich hängt es davon ab, was du erzielen möchtest.

Mit dem Intervallometer kann man einstellen, in welchem Intervall (nach wie vielen Sekunden das nächste Foto geschossen wird) und wie lange man fotografieren möchte. Als Beispiel:

Du möchtest einen Zeitraffer von Wolken machen, die an einem Berggipfel vorbeiziehen. Also stellst du deine Kamera mit dem Intervallometer auf ein Stativ und machst während der nächsten 3 Stunden alle 10 Sekunden ein Foto. Am Ende hast du etwa 1080 Fotos. Kombiniert in einem Video mit einer Bildfrequenz von 30 Bildern pro Sekunde hast du eine Videoclip-Länge von 36 Sekunden (1080/30 = 36). Wie du siehst, ist ein wenig Mathematik gefragt, wenn du eine bestimmte Vorstellung davon hast, wie lang der Clip am Ende sein soll.

Wie macht man Zeitraffer mit dem Unleashed?

Wir sind der Meinung, dass Zeitraffer atemberaubende Aufnahmen ergeben und deine Videos sehr aufwerten können. Deshalb sind wir besonders stolz auf die wohl konzipierte Zeitraffer-Funktion des Unleasheds. Neben der automatischen Anzeige der voraussichtlichen Cliplänge und der Anzahl der Fotos, die aufgenommen werden (besonders nützlich, um zu sehen, ob deine SD-Karte noch genug Platz hat), bietet dir die Unleashed-App auch die Möglichkeit, Zeitraffer mit Auto-Ramping zu machen, um Tag-zu-Nacht- oder Nacht-zu-Tag-Übergänge festzuhalten, bei denen sich die Kameraeinstellungen im Laufe der Zeit ändern. Das bedeutet, dass du die Belichtung nicht manuell anpassen musst, um sie an die sich ändernden Lichtverhältnisse anzupassen. Schau dir dazu unser Support-Video über die Holy Grail Zeitrafferfunktion an.

Wenn du mit einem einfachen Zeitraffer beginnen möchtest, kannst du auch unsere FAQ und unser Video zu dieser Funktion ansehen. Dennoch möchten wir auch hier einen kurzen Überblick geben.

How-to

  1. Wenn du die App öffnest, befindet sie sich im Fotomodus. Klicke auf die 3 gelben Linien in der linken unteren Ecke, um zum Menü zu gelangen und wähle Timelapse.
  2. Der obere Bereich des Bildschirms zeigt eine Zusammenfassung der aktuellen Einstellungen der Kamera. Du kannst diese Einstellungen ändern, indem du auf diesen Bereich tippst, um die detaillierten Kameraeinstellungen zu sehen.
  3. Im mittleren Bereich kannst du das Intervall einstellen, d.h. in welcher Frequeenz ein Foto aufgenommen werden soll, und die Dauer, d.h. wie lange die Kamera fotografieren soll.
  4. Darunter berechnet die App, wie viele Fotos aufgenommen werden sollen und wie lang die resultierende Cliplänge bei 30 Bildern pro Sekunde sein wird.
  5. In der oberen rechten Ecke des Bildschirms zeigt die App Tipps, Warnungen und Fehler an. Man kann zwar einen Zeitraffer mit Tipps und Warnungen starten, bei Fehlern wird jedoch der Auslöser ausgegraut. Zum Beispiel warnt dich die App, wenn deine SD-Karte nicht genügend Platz für alle Fotos hat, die während des Zeitraffers aufgenommen werden sollen.
  6. Tippe zum Starten einfach auf den Auslöser in der unteren Mitte. Nach dem Start muss das Smartphone nicht verbunden oder in Reichweite bleiben, damit das Unleashed die Zeitrafferaufnahme beenden kann.

Sobald alle Fotos aufgenommen sind, kannst du sie entweder direkt in eine Videobearbeitungssoftware importieren, um das Video zu erstellen, sie schnell in Lightroom bearbeiten oder das Beste aus dem Zeitraffer herausholen, indem du eine Software wie LRTimelapse verwendest, um die Bildübergänge perfekt zu glätten.

Teile gerne diesen Blog-Post oder kommentiere ihn unten, wenn du ihn hilfreich gefunden hast. Bald werden wir mit Hilfe eines unserer Brand Ambassadors professionellere Erkenntnisse über Zeitraffer geben.

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Langzeitbelichtungen Mit Dem Unleashed

Auf Wunsch vieler User haben wir im letzten Sommer die Langzeitbelichtungsfunktion implementiert. Da das Unleashed viele technische Möglichkeiten bietet, war es naheliegend das auch zu realisieren. Damit ersetzt das Unleashed einen weiteren wesentlichen Teil eines klassischen Intervallometers – neben Intervallaufnhamen eben auch das Bulb-Fotografieren ohne die Kamera zu berühren. Zusätzlich bietet das Unleashed auch die Möglichkeit, die Länge des Fotos individuell zu bestimmen – sprich einmal den Auslöser drücken und der Rest geschieht automatisch. Mehr dazu aber weiter unten. Dies ersetzte die Blitzkompensationsfunktion des Unleashed, die, wie wir feststellten, nur von wenigen Usern genutzt wurde, und machte Platz für die Langzeitbelichtungsfunktion. Da wir noch keine gesonderte Anleitung zu dieser Funktion gemacht haben, geben wir hier einen Überblick darüber, wie man mit dem Unleashed tolle Langzeitbelichtungen macht!

Definition von Langzeitbelichtung

Falls das Thema neu für dich ist, hier eine kurze Definition: eine Langzeitbelichtung ist ein Foto, das mit einer viel längeren Belichtungszeit als üblich, etwa 1 Sekunde und länger, aufgenommen wurde. Dadurch kann man sehr dunkle Motive wie den Nachthimmel fotografieren und absichtliche Bewegungsunschärfe in Fotos festhalten. Die Bewegung von Wasser, Wolken, Autos usw. wird durch die lange Belichtungszeit geglättet, wodurch sehr weiche, fließende Effekte entstehen.


Mit der Unleashed App Langzeitbelichtungen schießen

Es gibt drei Möglichkeiten, um eine Langzeitbelichtung aufzunehmen. Für die erste muss man einfach die Belichtungszeit auf bulb stellen, sicherstellen, dass man im manuellen Modus (M) ist, und den Auslöser so lange gedrückt halten, wie die Belichtung sein soll. Das funktioniert bis zu einem bestimmten Punkt sehr gut, aber es wäre unmöglich, den Auslöser für mehrere Minuten, geschweige denn Stunden, gedrückt zu halten. Hier kommt die Long Exposure Duration Einstellung (Long Exp in der App) ins Spiel: Sie ermöglicht es in 1/3-Schritten eine präzise Zeit bis zu 4,6 Stunden zu wählen. Oder wählen man wählt den Time-Modus, bei dem man einmal drückt, um den Verschluss zu öffnen, und ein weiteres Mal, um ihn zu schließen. In beiden Modi hält das Unleashed den Auslöser gedrückt, so dass man ihn nicht mehr manuell halten muss. Natürlich kann man auch zu einem früheren Zeitpunkt abbrechen. Wie üblich schießt das Unleashed auch dann weiter, wenn man die App schließt oder sich mit dem Handy außer Reichweite begibt – man muss weder verbunden bleiben noch die App offen lassen!


Die Langzeitbelichtungsfunktion eignet sich perfekt für Nachtaufnahmen, Sternenspuren, Lichtmalerei und Fotografie mit ND-Filtern. Weitere Inspiration und Informationen zu Langzeitbelichtungen kannst du in unserem Blog-Artikel dazu finden.

Wir hoffen, das hilft dir die Langzeitbelichtungsfunktion deines Unleashed besser zu verstehen und zu nutzen. Markiere uns wenn du ein Bild postest, was mit dem Unleashed gemacht wurde – wir freuen uns darauf deine Fotos zu sehen!

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Neues App und Firmware Update verfügbar!

App-Icon mit Badge

Vor ein paar Wochen haben wir neue App Updates für iOS und Android herausgebracht. Diese enthalten nicht nur viele Bugfixes und Verbesserungen in Performance und Stabilität, sondern vor allem auch das erste Firmware Update für das Unleashed. Dieses Firmware Update beseitigt alle bekannten Bugs und Probleme die irgendwas mit der Firmware zu tun haben. Gerne mal im Forum den Eintrag anschauen „What are UNLEASHED’s 1.0 known issues?“ um detaillierte Infos zu bekommen was alles beseitigt wurde, oder unser Changelog.

Falls das Update nicht zu sehen ist, muss man zuerst die App upadaten. Sobald diese geupdatet ist, ist das Firmware update in EDIT UNLEASHED zu sehen. Einfach dem roten Notification Icon folgen. Das Unleashed muss eingesteckt sein, die Kamera an sein, und die App mit dem Unleashed verbunden sein. Tippe auf „Install Update“ und alles andere passiert wie von selbst. Das Updaten dauert etwa zwei Minuten und wenn es fertig ist, erscheint ein grosser Haken. Für alle Canon Nutzer: Bitte haltet die Kamera „wach“ indem ihr den Auslöser der Kamera halb gedrückt haltet, oder alle 10 Sekunden drückt. Sonst verliert das Unleashed während des Updates den Strom, und man muss von vorne anfangen.

Unleashed App Screens

Wir arbeiten kontinuierlich an dem Unleashed und planen regelmäßige App und Firmware Updates. Das Nächste Update wird spannende neue Features enthalten, die wir demnächst ankündigen werden.

Wenn Ihr Feedback für uns habt, lasst es uns wissen. Entweder im Forum oder direkt eine Mail an unsere info@ address. Vielen Dank für eure Unterstützung. Lasst uns weiterhin ein tolles Produkt noch besser machen! :-)